Regelmäßig fragen unsere Kunden im Beratungsgespräch warum wir bei den Entsaftern und Saftpressen Wert auf eine niedrige Umdrehungszahl legen und bei den Mixern bzw. genauer gesagt bei den Profimixern betonen, dass diese eine möglichst hohe Umdrehungszahl haben sollten.
Dr. Norman W. Walker, der anerkannte Gesundheits- und Rohkost-Experte und Buchautor zahlreicher Bestseller, empfiehlt in seinem Buch „Frische Frucht und Gemüsesäfte“ nur Entsafter zu verwenden, die nicht auf dem Zentrifugalprinzip basieren und eine möglichst niedrige Umdrehungszahl haben, wie bspw. die Champion Saftpresse aus den USA, die mit 1.400 Umdrehungen pro Minute erst einen Brei aus dem Obst und Gemüse herstellt und diesen dann durch ein feines Sieb drückt. 1.400 Umdrehungen klingt natürlich erst Mal viel, aber Zentrifugen-Entsafter arbeiten mit bis zu 15.000 Umdrehungen pro Minute und nach dem Zentrifugal-Prinzip. Durch das Zentrifugal-Prinzip kommt es nicht nur zu einer starken Sauerstoff-Einwirbelung, sondern auch zu einer Mikro-Erhitzung bei der wichtige Nährstoffe, allen voran die wärmeempfindlichen Vitamine und auch Enzyme, zerstört werden. Auch im Entsafter-Bereich hat sich in den letzten Jahren einiges getan, es gibt mittlerweile Geräte, die mit weniger als 80 Umdrehungen pro Minute sehr schonend und kalt Säfte pressen können.
Dr. Brian Clement, der Direktor des Hippocrates Health Institutes, behauptet, dass beim Mixvorgang für grüne Smoothies 85-92% aller Nährstoffe zerstört werden wenn der Smoothie im Profimixer für 90-120 Sekunden gemixt wird. Das würde bedeuten, dass ein grüner Smoothie nur noch 8-15 % der ursprünglichen Nährstoffe enthält. Die Zerstörung rührt laut Dr. Clement von der starken Sauerstoff-Einwirbelung während des Mixvorganges her.
Natürlich gibt es bei jeder Art der Verarbeitung, sei es Mixen, Häckseln, Entsaften oder Dörren einen gewissen Verlust. Sobald ein Stück Obst, Gemüse oder ein Salat gepflückt wird beginnt schon der Nährstoff-Verlust, aber wir können heutzutage nicht durch die Natur rennen und alles frisch konsumieren, da viele Menschen in Städten leben oder in Klimazonen in denen es nicht 12 Monate im Jahr etwas Essbares zu finden gibt
Dr. Brian Clement nennt bei seinen Aussagen leider keine Quelle oder Studie, die seine Behauptung mit dem extremen Nährstoffverlust bei grünen Smoothies belegt. Wenn wir uns die Fakten anschauen, dann wird niemand, der über einen Profimixer verfügt seinen grünen Smoothie länger als 45 oder maximal 60 Sekunden mixen. Die von Dr. Clement veranschlagten 90-120 Sekunden sind natürlich schon mal locker die doppelte Zeit und in 120 Sekunden kommt es sicherlich auch zu einer Erwärmung des Mixgutes auf über 42° C. und dann hätten wir keine Rohkost-Qualität mehr. Wenn jemand grüne Smoothies in einem normalen Küchenmixer auch nur annähernd so faserfrei verarbeiten möchte wie in einem Profimixer, wie bspw. dem Vitamix, dann dauert das natürlich schon länger, aber selbst dann erscheint mir die Zahl 85-92 % einfach viel zu hoch gegriffen und sehr unrealistisch.
Grüne Smoothies sind vollgepackt mit wertvollen Inhaltsstoffen, allen voran Antioxidantien. Antioxidantien sind chemische Verbindungen, die eine ungewünschte Oxidation anderer Substanzen gezielt verhindern. Sehr bekannt ist natürlich Vitamin C oder auch die Polyphenole, wie sie in Rotwein oder im Granatapfel vorkommen. Eben diese Antioxidantien werden durch den sehr effektiven Mixvorgang freigesetzt und schützen den Smoothie sozusagen vor seiner eigenen Alterung oder Oxidation. Victoria Boutenko, die Erfinderin der grünen Smoothies, hat dazu ein sehr anschauliches Experiment gemacht. Sie hat Kartoffeln mit einer Zwillings-Presskolben-Saftpresse (Green Star Saftpresse) entsaftet und Kartoffeln im Profimixer Vitamix verarbeitet und das dann zwei Tage lang in regelmäßigen Abständen fotografiert. Der Kartoffel-Smoothie (verarbeitet mit mehr als 30.000 Umdrehungen/Minute) hat deutlich länger seine helle Farbe behalten als der Kartoffelsaft (verarbeitet bei nur 110 Umdrehungen/Minute). Victoria Boutenko wollte dafür eine wissenschaftliche Erklärung und wandte sich an den Chemie-Professor Gregory T. Miller von der Southern Oregon University. Dieser kannte den Effekt bereits von verarbeiteten Weintrauben und erklärte, dass durch den Mixvorgang mehr Antioxidantien freigesetzt werden als beim Entsaften, weil durch den Mixvorgang die Zellwände effektiver aufgebrochen werden. Außerdem findet der Mixvorgang unten am Becherboden bei den Messern statt und ist überbedeckt von einer großen Menge an Flüssigkeit.
Ein Profimixer, wie der Vitamix, verfügt über einen starken Motor (2 PS), eine sehr hohe Umdrehungszahl (> 30.000), speziell geformte Edelstahl-Messer, die relativ stumpf sind und damit eine erhöhte Angriffsfläche bieten für das Mixgut und eine patentierte Becherform, die den Inhalt immer wieder zum Messer führt. Diese Kombination bietet nur ein Profimixer, ein Küchenmixer ist gerade bei der Zerkleinerung der harten Zellulose-Fasern von dunkelgrünem Blattgemüse, wie Spinat oder auch Wildkräutern, wie Brennnesseln oder Löwenzahn überfordert.
Dr. Brian Clement hält zwar grüne Smoothies nicht für eine gesunde und empfehlenswerte Mahlzeit, anderseits werden im Webshop des Hippocrates Institutes verarbeitete Nahrungsmittel, wie bspw. Leinsamen-Cracker, Nahrungsergänzungsmittel in Pulverform, aber auch Entsafter und Dörrgeräte angeboten.
Warum sollte ein Leinsamen-Cracker, der 36 Stunden in einem Dörrgerät mit einer Unmenge an Luft (Oxidation) getrocknet und dann in eine Plastiktüte abgepackt wurde gesünder sein als ein aus frischen und lebendigen Lebensmitteln frisch hergestellter und innerhalb von wenigen Stunden konsumierter grüner Smoothie???
Mein gesunder Menschenverstand kann das nicht nachvollziehen.
Dr. Doug Graham, langjähriger Rohkost-Sportler und Buchautor der 80/10/10-Diät, sieht Säfte nicht als vollwertige Mahlzeit an, weil sie um einen Teil ihrer Inhaltsstoffe beraubt wurden und zwar um die Faserstoffe oder Ballaststoffe, die für die Darmgesundheit eine wichtige Rolle spielen. Smoothies und grüne Smoothies sieht Dr. Graham ab und an als akzeptabel an. Grüne Smoothies hingegen sind vollwertige Lebensmittel mit einer absoluten Konzentration an Antioxidantien und einer Vitalstoffdichte, die man suchen muss. Durch die Faserstoffe in grünen Smoothies steigt der Blutzuckerspiegel deutlich langsamer als beim Trinken frisch gepresster Säfte, die sog. Blutzucker-„Peaks“ werden somit vermieden. Die Faserstoffe werden außerdem von Victoria Boutenko als eine „Art Zauberschwamm“ bezeichnet, die in der Lage sind Stoffwechsel-Abfälle und auch Gifte, denen wir ausgesetzt sind, zu binden und als Transport-Vehikel für die Ausscheidung zu benutzen.
Natürlich handelt es sich bei einem grünen Smoothie nicht um ein Glas Wasser oder einen Tasse Tee, den man möglichst schnell trinken sollte. Der Mixer hat zwar die Zerkleinerung für uns übernommen, aber wir sollten ihn trotzdem langsam trinken und bewusst jeden Schluck einspeicheln, denn die Verdauung beginnt bekanntlich bereits im Mund. Wem das schwer fällt, der kann den grünen Smoothie löffeln, dadurch kommt immer nur eine kleine Menge in den Mund und es ist genügend Zeit um es ausreichend einzuspeicheln.
Die beiden Bücher von Victoria Boutenko „Green for Life“ und „Grüne Smoothies“ sind Bestseller und in mehr als 40 Sprachen übersetzt worden. Das Internet ist voll von Erfolgsgeschichten, Erfahrungsberichten und Videos von Menschen, die mit Hilfe grüner Smoothies ihren Gesundheitszustand verbessert haben, sich von ernsthaften Krankheiten befreit haben oder nach zahlreichen erfolglosen Diäten nachhaltig und gesund an Gewicht verloren haben.
Zahlreiche Gesundheits-Experten halten grüne Smoothies für gesundheitlich extrem wertvoll, hier ein Auszug ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
- Markus Rothkranz, Rohkost-Guru aus den USA und Autor von „Heile Dich selbst“
- Victoria Boutenko, Erfinderin der grünen Smoothies und Autorin von „Green for Life“
- David Wolfe, Autor von „Die Sonnendiät“
- Dr. Urs Hochstrasser, Rohkost-Gourmet-Koch und Autor u.a. von „Kinderernährung lebendig und schmackhaft“
- Ralf Brosius, im Jahr 2006 Diagnose Lungenkrebs im Endstadium, Umstellung der Ernährung auf Rohkost und grüne Smoothies, Aktivierung der Selbstheilungskräfte, heute Autor von „Wildkräuter – meine Lebensretter aus der Natur“
- Christian Opitz, Gesundheits-Experte und Autor von „Befreite Ernährung“
Ich trinke seit etwa 4 Jahren fast täglich meine grünen Smoothies und bin immer wieder begeistert von ihrem Geschmack, der lang anhaltenden Sättigung, der Zufriedenheit und der Wirkung die sich nach dem Trinken einstellt!
Ich hoffe, Sie können aus diesem Artikel zwei Dinge mitnehmen:
Wir sollten auch bei Aussagen von Gesundheits-Experten immer skeptisch sein und „Probieren geht über Studieren“! Probieren Sie es doch einfach 30 Tage aus indem Sie eine Ihrer Mahlzeiten durch grüne Smoothies (empfehlenswert sind 0,5 – 1,0 Liter) ersetzen und berichten Sie bitte unter diesem Beitrag als Kommentar über Ihre Erfahrungen, wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.
Wenn Sie weitere Fragen haben zum Thema „grüne Smoothies“ und zu perfekter Gesundheit durch eine rohkost-basierte pflanzliche Ernährung dann kontaktieren Sie uns bitte.
Danke für Ihr Interesse an perfekter Gesundheit!














